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Demenz vorbeugen: Jeder dritte Fall in Deutschland wäre vermeidbar

  • Autorenbild: Danielle Wipper
    Danielle Wipper
  • vor 2 Tagen
  • 4 Min. Lesezeit

eine hand voll tabletten von älterem menschen

Demenzprävention ist heute ein Thema, das viele von uns beschäftigt. In meinem Beruf als Alltagsbegleiterin habe ich täglich erlebt, was Demenz mit Menschen macht. Ich sah Menschen die ihren Alltag nicht mehr alleine bewältigen konnten, begleitete Gespräche, die sich im Kreis drehten und ich merkte immer wieder, wie Angehörige sich fragten, ob wir etwas tun können, um unser Risiko vor Demenz zu senken. Diese Frage begleitet mich schon lange und je mehr ich mich damit beschäftigt habe, desto klarer wurde: Ja, du kannst viel tun.


Man kann Demenz zwar nicht mit Sicherheit verhindern, aber man kann das Risiko deutlich beeinflussen. Das Entscheidende dabei ist zu verstehen, dass Demenz kein plötzliches Ereignis ist. Die Veränderungen im Gehirn beginnen oft viele Jahre vorher. Mehrere deutsche Studien bestätigen klar, dass Prävention möglich ist. Es stellte sich heraus das dabei die Lebensmitte, also die Jahre zwischen 40 und 60 besonders wichtig ist. In dieser Zeit entscheiden alltägliche Gewohnheiten darüber, wie stabil das System bleibt.


Man kann es sich so vorstellen: Jede kleine Entscheidung (Bewegung, Ernährung, Schlaf) – wirkt wie eine Einzahlung auf ein langfristiges Konto.

Und genau dieses Konto macht im Alter den Unterschied.



Frühe Anzeichen von Demenz wahrnehmen


In meinem Alltag fallen mir oft die kleinen Dinge zuerst auf. Es sind keine großen Ausfälle, sondern eher Veränderungen, die sich einschleichen.


Typische frühe Signale können sein:

  • häufiges Verlegen von Dingen

  • Schwierigkeiten, Gesprächen zu folgen

  • nachlassende Konzentration

  • wiederholtes Fragen

  • innere Unruhe bei neuen Situationen

  • schnelles Vergessen von Dingen aus der unmittelbaren Vergangenheit


Wichtig ist: Jeder vergisst mal etwas. Das allein bedeutet nichts.

Auffällig wird es, wenn diese Dinge häufiger auftreten oder sich verstärken. Gerade Angehörige spüren oft früh, dass „etwas anders ist“, können es aber nicht sofort einordnen.



Warum Ernährung entscheidend bei Demenzprävention ist


Ernährung beeinflusst weit mehr als nur dein Gewicht. Sie wirkt sich auf deinen gesamten Körper aus, auf deine Stimmung, deinen Stoffwechsel und auch direkt auf dein Gehirn. Vor allem entzündungshemmende Lebensmittel spielen eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Demenz. Chronische Entzündungen gelten nämlich als einer der zentralen Risikofaktoren für Alzheimer.

Wenn du dich ausgewogen ernährst, greifen mehrere Schutzmechanismen gleichzeitig. Deine Nervenzellen werden kontinuierlich mit Energie versorgt, die Blutgefäße bleiben elastisch und dein Stoffwechsel wird entlastet. Zusammengenommen schafft das stabile Bedingungen, unter denen dein Gehirn langfristig besser arbeiten kann.


Bestimmte Lebensmittel haben sich dabei als besonders hilfreich gezeigt:

  • grünes Blattgemüse

  • Beeren aller Art

  • fetter Fisch wie Lachs oder Makrele

  • Nüsse und Kerne

  • Olivenöl

  • Hülsenfrüchte

  • Kurkuma


👇 Mein Tipp:

Kurkuma enthält den Pflanzenstoff Curcumin, der schon seit einiger Zeit im Zusammenhang mit entzündlichen Prozessen untersucht wird, ein Thema, das auch für die Gesundheit des Gehirns eine wichtige Rolle spielt.

Ich trinke jeden Abend meine „Goldene Milch“ aufgrund ihrer möglichen entzündungshemmenden Eigenschaften.


Einfaches Rezept für Goldene Milch

Du brauchst:

  • 250 ml Milch oder Pflanzendrink

  • 1/2 TL Kurkuma*

  • 1 Prise Pfeffer (wichtig für die Aufnahme)

  • 1/2 TL Zimt (optional)

  • etwas Honig oder Agavendicksaft

Alles in einem Topf leicht erwärmen (nicht kochen), gut umrühren und dann warm trinken.



Bewegung: Ein natürlicher Schutzfaktor


In meinem Alltag ist mir immer wieder aufgefallen dass Menschen, die körperlich aktiv bleiben, oft auch geistig stabiler wirken.

Das hat einen einfachen Grund. Bewegung verbessert die Durchblutung und sorgt dafür, dass das Gehirn besser versorgt wird. Gleichzeitig werden Prozesse angeregt, die Nervenzellen schützen und vernetzen.


Geeignete Formen sind zum Beispiel:

  • Tägliches Gehen

  • Radfahren

  • Schwimmen

  • Tanzen, vor allem mit kleinen Abläufen oder Choreografien

  • Yoga

  • Gartenarbeit

Diese Aktivitäten wirken nicht spektakulär. Aber genau darin liegt ihre Stärke.

Sie sind sanft genug, um sie regelmäßig zu machen und genau diese Regelmäßigkeit baut über die Jahre eine Art Reserve auf, von der das Gehirn später profitiert.



Mentale Aktivität


Das Gehirn reagiert besonders stark auf neue Reize.

Eine interessante Erkenntnis aus der Forschung, unter anderem aus der Arbeit der Universität Leipzig, zeigt: Nicht das Wiederholen bringt den größten Effekt, sondern das Lernen von Neuem. Wenn Menschen eine Sprache lernen, ein Instrument spielen oder sich in ein neues Thema einarbeiten, passiert etwas Entscheidendes. Verschiedene Bereiche im Gehirn werden gleichzeitig aktiviert und miteinander verknüpft, das nennt man Neuroplastizität.

Man kann sich das wie ein Netzwerk vorstellen.

Je dichter dieses Netzwerk ist, desto besser kann das Gehirn Ausfälle ausgleichen. Genau diese Reserve wird im Alter wichtig.


👇 Mein Tipp:

Ein spannender Bereich sind sogenannte neuro-akustische Anwendungen. Dabei geht es vereinfacht gesagt um Musik bzw. Klangmuster, die dein Gehirn gezielt ansprechen. Durch bestimmte Frequenzen kann eine sogenannte Gehirnwellen-Synchronisation angeregt werden, also ein Zustand, in dem verschiedene Bereiche im Gehirn besser zusammenarbeiten.

Solche Anwendungen zielen darauf ab, dich schneller in Zustände wie Fokus, Entspannung oder mentale Klarheit zu bringen. Ich kann innerhalb von etwa 10 Minuten eine spürbare Veränderung wahrnehmen.

Der Vorteil dabei ist einfach: Du bekommst eine klare, geführte Möglichkeit, dein Gehirn regelmäßig zu aktivieren, ohne jedes Mal überlegen zu müssen, was du konkret tun sollst. Gerade wenn es um langfristige Gewohnheiten geht, kann das einen großen Unterschied machen.



Stress reduzieren: Entlastung für das Gehirn


Ich kenne ihn zu gut, diesen einen Zustand unter dem wir regelmäßig leiden - Dauerstress.

Viele Menschen funktionieren über Jahre hinweg einfach weiter. Termine, Verpflichtungen, wenig echte Pausen. Das bleibt nicht ohne Folgen.

Chronischer Stress fördert Entzündungsprozesse im Körper und belastet damit auch das Gehirn. Das Problem ist nicht ein einzelner stressiger Tag. Sondern der unbewusste dauerhafte Stresszustand. Deshalb ist Entlastung umso wichtiger.

Das kann ganz unterschiedlich aussehen:

  • bewusste Pausen im Alltag

  • Zeit ohne Reize und Ablenkung

  • Bewegung als Ausgleich

  • Gespräche, die wirklich entlasten

Es geht darum, dem Körper regelmäßig die Möglichkeit zu geben, wieder herunterzufahren.


👇 Mein Tipp für dein RELAX-RITUAL:

Ein Pflanzenstoff, der in diesem Zusammenhang immer wieder genannt wird, ist Ashwagandha*. Es wird traditionell verwendet, um den Körper in stressigen Phasen zu unterstützen und wieder mehr Balance zu schaffen.


Wenn ich eines aus meinem Beruf gelernt habe, dann das:

Wir sollten alle anfangen uns früh genug mit dem Thema Demenz auseinander zu setzen. Sie entwickelt sich über viele Jahre hinweg und genau deshalb haben wir Einfluss darauf. Nicht eine einzelne Maßnahme, sondern viele kleine Entscheidungen im Alltag machen es aus. Ernährung, Bewegung, Schlaf, geistige Aktivität und Stress, sie greifen ineinander und bestimmen, wie stabil das Gehirn bleibt.




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Gemeinsam mit meinen zwei kleinen Chihuahuas genieße ich jeden Moment bewusst und liebe es, Menschen auf ihrem Weg zu mehr Achtsamkeit und innerer Ruhe zu begleiten.

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