Herbstzeit ist Self‑Care‑Zeit: Deine Anleitung für achtsame Herbsttage
- Danielle Wipper
- 26. Sept.
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Okt.

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da. Er bringt uns Wind, hei ....
Na wer hat jetzt auch einen Ohrwurm ? Mit seinem goldenen Licht, seiner frischen Luft – und dieser besonderen Einladung, das Tempo zu drosseln, sind sie plötzlich da. Die kurzen grauen, Nebel bedeckten Herbsttage. Vielleicht spürst du es auch: Die Tage fordern dich anders. Du bist müder, sensibler, vielleicht sogar ein bisschen melancholischer.
Gerade jetzt braucht es keine Leistung, keine Perfektion. Sondern Wärme. Achtsamkeit. Nähe zu dir selbst.
In diesem Artikel teile ich mit dir einfache, wohltuende Self‑Care‑Rituale, die dir helfen, inmitten von Dunkelheit und Umbruch bei dir zu bleiben. Ganz ohne Druck. Ganz in deinem Tempo.
Wenn der Wecker summt, ist es meist noch dunkel und kalt. Und trotzdem: Man steht auf.
Genau in diesem Moment liegt eine stille Kraft – die Chance, den Tag nicht nur zu starten, sondern ihn bewusst zu begrüßen. Auch wenn du wenig Zeit hast, können wenige Minuten reichen, um dich mit dir selbst zu verbinden. Ohne „Ich muss“. Sondern mit einem: „Ich darf.“
Dein Mini-Ritual für einen achtsamen Start:

Ein Atemzug voller Absicht
Bevor du aus dem Bett steigst: Leg eine Hand auf dein Herz, schließe kurz die Augen. „Ich bin hier. Ich bin ruhig. Ich bin bereit für diesen Tag.“ – Ein Satz genügt.
Wärme von innen und außen
Während dein Tee oder Kaffee zieht, spür die Tasse in deinen Händen. Den Duft. Die Wärme. Lass dich ganz bewusst auf diesen Moment ein – ohne nebenbei zu scrollen.
Ein Hauch Natur, auch mitten in der Stadt
Öffne ein Fenster. Atme die frische Morgenluft ein. Schau in den Himmel, auch wenn er noch grau ist. Dieses kleine Stück Weite bringt Raum in deinen Tag.
Sanfte Bewegung, statt Stress-Workout
Ein paar Dehnungen, Schulterkreise, ein kleiner Stretch mit Musik im Hintergrund – so einfach, so wohltuend, ein liebevolles Wachwerden für deinen Körper.
Tipp: Ich bereite mir am Vorabend ein kleines Morgenritual vor. Meine *Lieblingstasse, *Affirmationskärtchen und *ätherische Öle – sodass morgens alles bereitliegt und ich nicht in die Versuchung komme zu prokrastinieren.
Wenn ich an einem kühlen Herbsttag von der großen Gassi-Runde nach Hause komme, ist meine liebste Self‑Care‑Routine eine ausgiebige, warme Dusche.
Dieses Gefühl, wenn das Wasser über die Haut fließt, der Dampf den Raum erfüllt, und der Körper langsam auftaut – das ist mehr als Hygiene. Es ist ein Akt der Rückkehr. Zu dir. In dich.
Genau jetzt ist die Zeit für Rituale, die dich ummanteln, nähren und zur Ruhe bringen.
Ideen für deine ganz persönliche Wärmepause:

Ein warmes Bad als Reset für Körper & Kopf
Lass das Wasser laufen, gib ein paar Tropfen deines *Lieblingsbadeöls dazu – Lavendel, Sandelholz, Vanille. Lass dich sinken. Und atme. Hier musst du niemand sein.
Teezeremonie – ganz ohne Aufwand
Wähle bewusst deinen Tee. Vielleicht etwas *Würziges mit Zimt, etwas *Sanftes mit Kamille. Beobachte, wie der Dampf aufsteigt.
Wärmende Pflege für die Haut
Nach dem Duschen: ein *Körperöl, das du langsam einmassierst. Streiche mit Liebe über deine Arme, deinen Bauch, deine Beine. Lass es ein kleines Ritual werden – nicht nur Pflege, sondern Zuwendung.
Kuscheldecke, Wärmflasche, Duftkerze – dein Self-Care-Altar
Mach es dir gemütlich. Wirklich gemütlich. Ein Sessel, eine *weiche Decke, *Kerzenschein. Vielleicht ein Duft, der dich trägt. Vielleicht Musik, die dich erinnert: Ich darf mir diesen Moment nehmen.
Der Herbst erinnert uns daran, dass Loslassen kein Ende, sondern ein Neubeginn ist.
Genau wie die Bäume ihre Blätter fallen lassen, können auch wir lernen, alte Kapitel zu schließen und Platz für Neues zu schaffen. Denn wir tragen Dinge mit uns, die wir nicht mehr brauchen: Gedanken, die uns einengen. Erwartungen, die uns müde machen. Gewohnheiten, die längst überholt sind.
Ich lade dich ein, Platz zu schaffen – in deiner Wohnung, in deinem Kopf, in deinem Herzen.
Rituale, die beim Loslassen helfen:
Entrümpeln mit Intuition
Geh durch einen Raum, ein Regal, eine Schublade. Spüre hin: Was darf gehen? Was fühlt sich schwer an? Lass es gehen – mit einem inneren Danke für den Dienst, den es dir einmal erwiesen hat.
Loslass-Zettel
Nimm ein Blatt Papier. Schreib auf, was du nicht mehr mit dir tragen willst. Gedanken. Gefühle. Namen. Erlebnisse. Dann verbrenne oder zerreiße es – bewusst, als Symbol für dein inneres Aufräumen.
Energetische Reinigung
Öffne die Fenster. Räuchere mit Salbei oder Palo Santo. Stell frische Blumen hin. Spüre, wie die Energie im Raum sich verändert – und wie du dich darin neu entfalten darfst.
Vergebung als stiller Prozess
Nicht öffentlich. Nur in dir. Vielleicht gegenüber dir selbst. Vielleicht gegenüber anderen. Ich lasse los, was nicht mehr zu mir gehört. Ich öffne mich für das Neue.
50 Dinge, die du im Herbst machen kannst:
Natur & Draußensein
Einen Spaziergang durch raschelndes Laub machen
Kastanien, Eicheln und bunte Blätter sammeln
Einen Waldspaziergang bei Nebel unternehmen
Drachen steigen lassen auf einem offenen Feld
Pilze suchen (mit jemandem, der sich auskennt)
Den Sonnenuntergang mit einer warmen Decke beobachten
Eine Thermoskanne mit Tee mitnehmen und draußen trinken
Wildtiere oder Vögel beobachten
Ein Herbstpicknick machen
Barfuß über feuchtes Gras laufen
Self‑Care & Entspannung
Ein warmes Kräuterbad nehmen
Einen Self‑Care-Abend bei Kerzenlicht gestalten
Aromatherapie mit herbstlichen Düften ausprobieren (z. B. Zimt, Orange)
Eine herbstliche Gesichtsmaske machen
In eine Sauna oder Therme gehen
Einen Tag offline verbringen
Journaling zum Thema „Was darf ich loslassen?“
Eine Wärmflasche mit ins Bett nehmen
Meditation zu Naturklängen oder Herbstregen machen
Eine Massage mit warmem Öl genießen
Kulinarische Freuden
Kürbissuppe oder Ofengemüse kochen
Heiße Schokolade mit Zimt trinken
Apfelkuchen backen (oder Apfel-Crumble)
Tee-Tasting mit verschiedenen Herbstsorten machen
Einen Brotback-Nachmittag einlegen
Kürbis schnitzen oder bemalen
Ein Glas selbstgemachte Marmelade kochen
Gewürz-Nüsse rösten
Herbstliche Rezepte in einem Journal sammeln
Auf dem Wochenmarkt saisonales Gemüse einkaufen
Kreativität & Innenschau
Ein Visionboard für den Herbst/Winter gestalten
Ein herbstliches Moodboard mit Naturmaterialien basteln
Mandalas mit Blättern legen und fotografieren
Einen Brief an dein Zukunfts-Ich schreiben
Ein Dankbarkeitstagebuch beginnen
Ein Gedicht über den Herbst schreiben
Einen stillen Morgen nur mit Musik & Journal verbringen
Herbstliche Postkarten gestalten oder versenden
Mit Aquarell oder Pastellfarben herbstliche Szenen malen
Eine Affirmationskarte für den Monat basteln
Zuhause & Gemütlichkeit
Die Wohnung herbstlich dekorieren (Blätter, Kerzen, Lichterketten)
Einen Leseabend mit deinem Lieblingsbuch machen
Deine liebsten Serien oder Filme der Kindheit schauen
Eine „Herbst-Kuschelecke“ einrichten
Eine Duftkerze selbst herstellen oder anzünden
Alte Kleidung aussortieren und spenden
Deine Playlist für gemütliche Herbsttage erstellen
Mit einer Freundin telefonieren, während es draußen regnet
Einen digitalen Detox-Tag einplanen
Einfach gar nichts tun – und es genießen
Der Herbst erinnert mich jedes Jahr aufs Neue daran, dass Rückzug nicht Stillstand bedeutet, sondern eine Phase, in der ich wieder mehr bei mir ankommen darf.
Ich habe für mich gelernt: Es müssen keine großen Veränderungen sein. Ein paar ruhige Minuten am Morgen, eine warme Dusche nach einem langen Spaziergang oder ein bewusster Moment der Stille am Abend – das reicht oft schon, um mein inneres Gleichgewicht zu stärken.
Vielleicht geht es dir ähnlich. Vielleicht findest du dich in einem der Rituale wieder – oder du gestaltest dir ganz eigene. Wichtig ist nicht, was du tust, sondern dass du dir Zeit nimmst. Für dich. Für dein Wohlbefinden. Für deine Balance.
Ich hoffe, dieser Artikel hat dich inspiriert, den Herbst nicht nur zu erleben, sondern ganz bewusst für dich zu nutzen.
Welche Rituale tun dir im Herbst besonders gut?Hast du vielleicht ein eigenes Self‑Care‑Lieblingsmoment, den du dir immer wieder schenkst?
💬 Teile es gern mit mir in den Kommentaren – ich freue mich auf deine Gedanken, Ideen oder Fragen. Dein Impuls könnte auch für andere wertvoll sein!
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